Gesamtwerk

119 C 6 Externe Planungspartner 6.1 Architekten Im kirchlichen Bauen gibt es eine große Bandbreite von Aufgabenstellungen an den Architekten. Vielfältige Entwurfsthemen (z.B. Wohnbauten, Begegnungsstätten, Kinder- tageseinrichtungen) und detaillierte Kenntnisse im Umgang mit historischer Bausubstanz gehören dabei zum Anforderungsprofil. Je nach Aufgabenstellung wird eine besondere Qualifikation vorausgesetzt. Ist bei Neubauten immer auch der Städtebau Teil des Entwurfs, so sind bei Sanierungen im Denkmalbereich eher der sensible Umgang mit historischer Bausubstanz gefordert. In jedem Fall ist die Qualität der Planung sowie der anschließenden Baubetreuung von entscheidender Bedeutung für den nachhaltigen Erfolg der durchzuführenden Baumaßnahme. Auswahlverfahren: Die Auswahl der Architekten erfolgt durch die Katholische Kirchenstiftung. In der Stellung- nahme zum Erstbesuch wird festgelegt, ob und in welchem Umfang ein Architekt für die Bauaufgabe verpflichtet wird. In Abhängigkeit von Art und Schwierigkeit der Bauaufgabe werden die Architekten individuell ausgewählt. Dabei fließen Kriterien wie Erfahrung, Qualifikation, regionaler Bezug sowie die Bewertung von bereits abgewickelten Bau- vorhaben ein. Bei besonderen Bauaufgaben kann ein vorgeschaltetes Plangutachten bzw. ein Architektenwettbewerb notwendig sein. Über die Durchführung entscheidet die Bischöfliche Baukommission. Beauftragung: Für die Beauftragung eines Architekten ist ein förmlicher Beschluss durch die Kirchen- verwaltung zu fassen (siehe Formblatt „Beauftragung von Planungsleistungen“). Sobald der Beschluss dem Bischöflichen Baureferat vorliegt, kann ein Vertragskonzept an den zu beauftragenden Architekten verschickt werden. Nach gemeinsamer Festlegung der Vertragsbedingungen wird der Vertrag durch das Bischöfliche Baureferat erstellt und an die Vertragspartner zur Unterschrift verschickt. Der Vertrag wird mit der stiftungsaufsicht- lichen Genehmigung rechtswirksam.

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